Deutschland-Index SeptemberWirtschaftslage in Deutschland stabil: 6 Prozent weniger Ausfälle erwartetDarmstadt, 20.10.2011: Die Aussichten für deutsche Unternehmen sind weiterhin gut – trotz der Verunsicherung durch die Schuldenkrise einiger Euroländer und den Turbulenzen an den Finanzmärkten. Das belegt der im Oktober erstmals erschienene Deutschland-Index des Wirtschaftsinformationsdienstes Hoppenstedt360. Die Wahrscheinlichkeit ist aktuell deutlich geringer, dass ein Unternehmen binnen der kommenden 12 Monate ausfällt, als noch zu Jahresbeginn. Die deutschen Unternehmen zeigen sich damit in guter Verfassung und weitgehend unbeeindruckt von den gesunkenen Wachstumsprognosen für Eurozone und Weltwirtschaft.
(Der Wert 100 bildet die Gesamtheit der deutschen Unternehmen ab, die Stand 1. Januar 2011, in den darauffolgenden 12 Monaten ausfallen. Die Entwicklung zeigt, dass der Umfang dieser Gruppe kleiner wird. Stand September werden 6,5 Prozent weniger Unternehmen ausfallen als noch zu Beginn des Jahres errechnet. Das bedeutet, den Unternehmen in Deutschland geht es in puncto Ausfallrisiko aktuell besser, als zu Beginn des Jahres.) Der Index lag im September bei 93,5 Prozent. Damit werden binnen der kommenden 12 Monate 6,5 Prozent weniger Unternehmen ausfallen, als noch zu Beginn des Jahres prognostiziert. Das ist einerseits ein Ausdruck dafür, wie solide das Wirtschaftwachstum im ersten Halbjahr 2011 war. Andererseits verdeutlich der Index auch, dass das Wachstum über die Exportbranchen hinaus alle Bereiche der Wirtschaft positiv beeinflusst hat. Referenzgröße ist der Wert 100 als die Menge der erwarteten Ausfälle für das Jahr 2011 zum Stand 1. Januar 2011. Der Deutschland-Index von Hoppenstedt360 beruht auf der Analyse des Bonitätsindex, der die Ausfallwahrscheinlichkeit von Unternehmen für die kommenden 12 Monate darstellt. Der Index basiert damit im Vergleich zu vielen anderen Konjunkturzahlen nicht auf Befragungen, sondern auf mathematisch-statistischen Analysen und Berechnungen. Die Wirtschaft nicht schlecht redenDer Deutschland-Index präsentiert sich seit Juni dieses Jahres stabil mit einer positiven Tendenz im September. „Für die deutschen Unternehmen gibt derzeit keine objektiven Anzeichen zur Verunsicherung trotz der Unruhe an den Finanzmärkten und der anscheinend mangelnden politischen Kraft, Ruhe in die Eurozone zu bringen“, erläutert Martin Zuberek, Direktor und Risikoexperte der Hoppenstedt360 GmbH. „Die getrübten Aussichten in Teilen der deutschen Wirtschaft entsprechen aktuell nicht dem, was der Deutschland-Index aussagt“, so Zuberek weiter bei seiner Einschätzung der aktuellen Lage. „Die Entscheider in den Unternehmen können auf die Kraft ihrer Unternehmen vertrauen und eine Krise nicht herbeireden und sich einreden lassen“. Aus Krisen lernenDoch Vorsicht ist dennoch geboten, ob der unabsehbaren Lage an den Finanzmärkten. Wichtig ist hierbei für Unternehmen das Beantworten zweier Fragen: Was haben wir aus der letzten Krise gelernt? Haben wir das Gelernte auch in unser Handeln umgesetzt? „Wenn Unternehmen ihre Risiken intern und in ihrem Marktumfeld kennen, dann ist das schon die halbe Miete. Dadurch erhalten Sie Handlungsspielräume und Möglichkeiten zu agieren“, so die Empfehlung Zubereks als Alternative zur einfachen Feststellung, die Aussichten trübten sich ein.
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